2012-09-22: Mitgliederversammlung, Ablauf

Die Mitgliederversammlung wird dieses Mal von Herrn Wrocklage geführt, weil Gobrecht erkrankt ist. Im Vorstandbericht präsentieren sich Vorstandsvorsitzender Kleinlein als Riester-Rebell und stellvertretender Vorstandsvorsitzender Rudnik als der, der für Kontinuität steht. Herr Bluhm stellt Fragen zu Finanzen, Herr Reski antwortet, Herr Ringel (oder Ginkel) sagt was zur Eigenkapitalquote. Tobias Weissflog stellt sich als Unternehmensberater vor, der schon viele Unternehmen in finanziell heiklen Situationen begleitet hätte, aber noch keines hätte sich so schnell erholt, wie der BdV. Folglich müsse man die Vereinsführung loben und nicht kritisieren. (Man muss ja nicht so laut sagen, dass die beiden Aufsichtsratsmitglieder Schadendorf und Gobrecht die finanzielle Schieflage sehenden Auges haben passieren lassen.) Seine Fürsprache für den Aufsichtsrat wird sich bald auszahlen: Herr Weissflog hatte sich 2011 wie Axel Kleinlein auf den Vorstandsposten beworben, wurde aber vom Aufsichtsrat nicht gewählt. Seine Chance kommt am 2013-03-22 wo er nach dem Rauswurf von Kleinlein zu dessen Nachfolger ernannt wird.

Herr Junker findet, dass in der bdv-Info zuviel über die KFZ-Versicherung gesprochen wird, obwohl das nur die oberen 30% der Gesellschaft betrifft. Ebenfalls überrepräsentiert sei das Thema Private Krankenversicherung, was eigentlich nur die oberen 10% der Gesellschaft betrifft. Rudnik entgegnet, dass die KFZ-Gruppenversicherung Wunsch der Mitglieder gewesen sei. Der BdV arbeitet mit der VHV zusammen, aber der BdV-Beitragsrechner zeige die 15 preiswertesten Versicherungen an. Herr Junker wundert sich über Kostensteigerungen bei der BdV-Wissenschaftstagung, und fragt sich, ob eine zweitägige Veranstaltung geplant sei. Kleinlein entgegnet, dass zwei Tage geplant waren, aber es doch bei einem Tag bleibt. Weiterhin spricht sich Kleinlein gegen von-der-Leyens Vorschlag einer Zwangsriesterrente aus. Helmut Barthel bestätigt den Eindruck, dass der PKV beim BdV zuviel Aufmerksamkeit gewidmet wird. Oskar Durstin sieht den BdV dagegen eher als PKV-Kritiker.

Herr Herbst schildert seine Geschichte der Berufsunfähigkeit. Nach Beratung durch den BdV hatte er eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, aber weil der BdV im Allgemeinen nicht zu einer Rechtsschutzversicherung rät, habe er auf diese verzichtet. Das rächt sich nun, weil der Berufsunfähigkeitsversicherer nicht zahlen will und sich mit parteiischen Gutachten aus der Verantwortung ziehen will. Die Gutachter- und Prozesskosten liegen inzwischen bei 21.000 Euro, der Streitwert bei 90.000 Euro. Er empfiehlt, die Beratung des BdV dahingehend zu ändern, dass zu jeder Berufsunfähigkeitsversicherung auch eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen wird, und zwar beide bei verschiedenen Gesellschaften. Außerdem erwartet er, dass der BdV für den Schaden durch die falsche Beratung aufkommt. Herr Wrocklage verspricht, dass er sich dieses Falles annimmt. Wolfgang Will stellt sich als Vertreter vom SoVD (Sozialverband Deutschland) vor, welcher Rechtshilfe anbieten könne.

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Zwischendurch meldet immer mal wieder Herr Weissflog Bedenken an, dass wir die Satzungsänderungsanträge diskutieren und in geänderter Form abstimmen. Dadurch würden die nichtanwesenden Mitglieder benachteiligt, welche davon ausgehen, dass die Anträge so abgestimmt werden, wie sie mit der Einladung versandt wurden. Herr Wrocklage und Herr Bluhm entgegnen darauf, dass es gerade der Sinn einer Mitgliederversammlung sei, an den Anträgen zu feilen. Das wäre gerade der Vorteil einer Mitgliederversammlung gegenüber einer Briefwahl.

Samstag, 22. September


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