2016-07-22: Aufruf an Mitglieder der Postbeamtenkrankenkasse

Aufruf an Mitglieder der Postbeamtenkrankenkasse

Dies ist eine Information für diejenigen Mitglieder des Bundes der Versicherten, die bei der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) krankenversichert sind. Bei der PBeaKK gab es einschneidende Veränderungen. Sie wurde als Sozialeinrichtung der Deutschen Bundespost (DBP) gegründet und ihre Anfänge gehen bis 1913 zurück. Mit der Teilung der DBP in Post, Postbank und Telekom und der Privatisierung dieser Unternehmen wurde die PBeaKK im Bestand geschlossen, d. h. sie nimmt seit 1995 keine neuen Mitglieder mehr auf. Die Folge ist, dass der Versichertenbestand überaltert. Das führt zu erheblichen Konsequenzen. Da naturgemäß die Krankheitskosten für ältere Menschen steigen, würden wegen der fehlenden, nachrückenden, jungen und in der Regel gesünderen Mitgliedern, die Kosten für die PBeaKK und damit die Beiträge sehr stark ansteigen. Die PBeaKK wird am Ende nur noch "kostenintensive" Mitglieder haben. Der Gesetzgeber hat da vorgesorgt, die Postnachfolgeunternehmen zu Kostenbeteiligungen verpflichtet und eine "Beitragsbremse" eingebaut.

Die entscheidenden Fragen sind jedoch: Werden diese Gesetze und Vorschriften befolgt? Wer überwacht die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften? Während andere private Krankenversicherungen, die beihilfegestützte Tarife für Beamte anbieten, in den letzten Jahren ihre Beiträge nicht oder kaum erhöht haben, steigen die Beiträge bei der PBeaKK in der Grundversicherung um jährlich zwischen 3,65 und 3,80 %! Ist das rechtens? Oder müssen die Mitglieder der PBeaKK mit ihren laufend steigenden Beiträgen doch die Kosten der Überalterung tragen? Wenn Sie mehr Informationen zu den Beitragserhöhungen bei der PBeaKK, die gesetzlichen Grundlagen und Ihre Möglichkeiten der Einflussnahme erhalten möchten, dann können Sie sich gerne an mich wenden.

Edgar Müller
Heubergstraße 6a
82441 Ohlstadt

Email: ig.vers.pbeakk@gmx.de
Tel 08841 4880447

Mitglied im BdV, Mitglied der Gewerkschaft ver.di, Mitglied bei pro T-in, sowie Versicherter bei der PBeaKK und kritischer Beobachter der Entwicklungen bei der PBeaKK.

Freitag, 22. Juli


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